Mit der Sitzung am 11. März 2026 ist die letzte Zusammenkunft des Ortsbeirats Oberjosbach in der Legislaturperiode 2021–2026 zu Ende gegangen. Insgesamt kam das Gremium in den vergangenen fünf Jahren zu 35 Sitzungen zusammen. Dabei wurde beraten, diskutiert und – wenn nötig – auch kontrovers debattiert, stets mit dem Ziel, Entscheidungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und für ein lebenswertes Oberjosbach zu treffen.
Ortsvorsteher Ralf Scheurer betonte zum Abschluss die wertschätzende und konstruktive Zusammenarbeit im Ortsbeirat. Alle Mitglieder hätten sich mit großem Engagement für die Belange des Dorfes eingesetzt.
Arbeit unter besonderen Bedingungen
Die Amtszeit begann unter besonderen Umständen: Zu Beginn der Legislatur mussten die Sitzungen aufgrund der Corona-Pandemie unter entsprechenden Abstandsregeln stattfinden. Dafür wich der Ortsbeirat in den Saal des Gemeinschaftszentrums (GZ) aus. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen verlief die Arbeit des Gremiums reibungslos – auch dank der Unterstützung und Rücksichtnahme der Bürgerinnen und Bürger.
Wichtige Projekte der vergangenen Jahre
In den letzten fünf Jahren konnten zahlreiche Projekte umgesetzt oder auf den Weg gebracht werden. Dazu zählen unter anderem:
- die Sanierung des Pfingstweidweges
- die Sanierung des oberen Abschnitts der Dr.-Jakob-Wittemann-Straße
- die Sanierung des Heftricher Weges
- der Glasfaserausbau
- die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED
- die Schaffung einer Kinderkrippe
- die Planung der GZ-Sanierung
- die Planung barrierefreier Bushaltestellen
- die Planung zum Baugebiet Langgraben – Hainfeld
Darüber hinaus erhielt Oberjosbach eine Postservicestation mit 24-Stunden-Service. Auch die Regiomaten an der Bushaltestelle „Altes Rathaus“ wurden positiv aufgenommen. Für die Unterstützung bei der Umsetzung dieser Projekte dankte der Ortsvorsteher ausdrücklich der Gemeindeverwaltung Niedernhausen.
Austausch mit Fachleuten und Ortstermine
Regelmäßig lud der Ortsbeirat Fachleute und Vertreter der Verwaltung ein, um sich über wichtige Themen zu informieren. Zu den Gästen gehörten unter anderem der zuständige Förster sowie Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung.
Darüber hinaus fanden mehrere Ortstermine statt, etwa zum Radwegekonzept, auf dem Friedhof, beim Waldkindergarten sowie im Zusammenhang mit der Fassadensanierung des Kita-Gebäudes.
Zusammenarbeit mit den Vereinen
Ein enger Austausch bestand auch mit den örtlichen Vereinen. Der Ortsbeirat unterstützte deren Arbeit im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die Vereine leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben im Ort und tragen wesentlich zur hohen Lebensqualität in Oberjosbach bei.
Blick auf kommende Herausforderungen
Mit Blick auf die Zukunft stehen weiterhin wichtige Themen auf der Agenda. Dazu zählen unter anderem:
- mögliche Windkraftanlagen
- der Rhein-Main-Link
- Fragen rund um den Wald
- das Projekt Ultranet
- sowie die angespannte Finanzsituation der Kommunen
Diese Entwicklungen werden auch künftig eine intensive Auseinandersetzung erfordern. Dabei ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung.
Dank an die Ortsbeiratsmitglieder und an die Bürgerschaft
Ralf Scheurer dankte allen Mitgliedern des Ortsbeirats persönlich und überreichte allen ein kleines Abschiedspräsent.
Zum Abschluss dankte der Ortsvorsteher ausdrücklich auch den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse und ihre Teilnahme an den Sitzungen des Ortsbeirats. Durch ihre Beiträge und Anregungen hätten sie die Arbeit des Gremiums wertvoll unterstützt und gezeigt, wie wichtig die Beteiligung am demokratischen Austausch auf kommunaler Ebene ist.
Birgit Ickstadt dankte spontan im Namen der anwesenden Besucher den Mitgliedern für ihre ehrenamtliche Gremienarbeit in den zurückliegenden fünf Jahren zum Wohle Oberjosbachs.
Aufruf zur Kommunalwahl
Mit Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl am kommenden Sonntag wurde abschließend dazu aufgerufen, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich aktiv an der demokratischen Mitbestimmung zu beteiligen.