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Bürger-Infomarkt zum Rhein-Main-Link

Gut besuchte Info-Veranstaltung bringt Gewissheit

Der Vorhabenträger Amprion hat in seiner Bürger-Infoveranstaltung am 3.11.2026 im GZO die Karten auf den Tisch gelegt. Das Thema Rhein-Main-Link stieß auf großes Interesse nicht nur bei direkt betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, sondern bei vielen, die sich Sorgen um die Natur und den Trinkwasserschutz machen. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?
 

Trassenverlauf und Betroffenheit der Grundstückseigentümer

Für den Planungsabschnitt HE4 (von Niedernhausen bis Usingen) wurden die Planfeststellungsunterlagen inzwischen erstellt. Damit steht der Trassenverlauf auch rund um Oberjosbach fest. Die Trasse wurde gegenüber der ursprünglichen Planung nach Osten verschwenkt, um wertvolle Streuobstwiesen zu verschonen. Ein Erfolg, der durch Intervention der BI ProWald und engagierter Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden konnte!

Die von der Trasse direkt betroffenen Grundstücks-Eigentümer werden von Amprion in den nächsten Wochen individuell kontaktiert. Dabei geht es um Grunddienstbarkeiten für den ca. 40 Meter breiten Schutzstreifen sowie um Entschädigungen, auch für Zuwegungen und Lagerflächen.

ProWald stellt den Verlauf der Trasse für jeden leicht einsehbar auf einer eigenen Karte unter dem Link www.kurzlinks.de/rml zur Verfügung (diese Karte dient der Orientierung und ist nicht rechtsverbindlich).

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Trassenverlauf Rhein-Main-Link

Sie enthält übrigens auch die Lage der Vorranggebiete für die geplanten Windräder im Wald.

Bauweise und Folgen

Die Erdkabelverlegung erfolgt rund um Oberjosbach komplett in offener Bauweise. D.h. es werden knapp 2 Meter tiefe Gräben gezogen, in die Schutzrohre gelegt werden. Für jeden der vier nebeneinander liegenden Stränge werden drei Schutzrohre verlegt, in die später die Kabel eingezogen werden. Während der Bauphase wird ein ca. 65-75 Meter breiter Arbeitsstreifen u.a. auch für die seitliche Erdablagerung benötigt.

Die landwirtschaftlichen Flächen können nach der Rekultivierung prinzipiell wieder bewirtschaftet werden, eine tiefgehende Bepflanzung z.B. mit Bäumen ist auf dem ca. 40 Meter breiten Schutzstreifen über den Kabeln jedoch auf Dauer nicht mehr möglich. Um das Freihalten kümmert sich im Bedarfsfall der Netzbetreiber. Betroffene Eigentümer als auch Pächter/Bewirtschafter erhalten eine Entschädigung.

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Erdkabelverlegung Amprion
Copyright: Amprion

Erdkabelverlegung Beispiel aus Norddeutschland © Amprion

Wie geht es weiter?

Bis Jahresende will Amprion die Planfeststellungsunterlagen bei der Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde einreichen. Voraussichtlich ab Q1/2027 können die detaillierten Planungsunterlagen dann öffentlich eingesehen werden.

Die BI ProWald sieht weiterhin kritische Punkte und wird diese in den anstehenden Gesprächen zwischen der Gemeinde und dem Vorhabenträger adressieren, u.a.

  • Belange des Trinkwasserschutzes (die Trasse verläuft durch Wasserschutzgebiet)
  • Besondere Schutzmaßnahmen im Bereich der beiden Tiefbrunnen
  • Art, Umfang und Lage der Ausgleichsflächen
  • Auswahl, Eignung, Herrichtung und Rückbau der Lagerplätze und  Zuwegungen durch den Ort, im Wald und Feld
  • Koordination mit anderen Baumaßnahmen (Sanierung Limburger Straße, Sanierung GZO, …)
  • Art und Höhe der Entschädigung für Eigentümer und Bewirtschafter

Zur Homepage der Bürgerinitiative ProWald:

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ProWald Infobanner