Weiberlenner

Was nicht Eingeweihte nicht wissen: Die „Weiberlenner“ sind die ortsnahen Blumen-, Obst- und Gemüsegärten in der Verlängerung der Untergasse nach Süden, parallel zum Pfingstweidweg im Josbachtal. Sie einer kompletten Wiederbewirtschaftung zuzuführen war und ist Ziel und Aufgabe dieser Dorferneuerungs-Projektgruppe.

Altersbedingt konnten viele Eigentümer ihre Gärten nicht mehr bewirtschaften. Einerseits wollten deshalb viele von ihnen ihre Gärten gerne verpachten, fanden aber keine Interessenten. Andererseits gibt es aber etliche Neubürger, die ein Stück Land bewirtschaften wollten, aber nicht wussten, wen sie ansprechen konnten.

Übergabe des DANKE-Brief vom Ortsbeirat Oberjosbach an die Projektgruppe "Weiberlenner"

Die Projektgruppe „Weiberlenner“ hat deshalb eine „Garten-Agentur“ gegründet, die als Verbindungsglied zwischen Eignern der über 60 Parzellen und potentiellen Pächtern diese Vermittlung der Gartenflächen übernahm (Info-Hefte 2/2009, Seite 11 und 1/2010, Seite 19). Das ist nach entsprechenden Vorarbeiten mit vielen Helfern (Feststellung der Eigner, der Nutzung, der Bereitschaft zur Verpachtung oder Verkauf, Aufräumung, Beseitigung des Wildwuchses, Müll- und Abfallbeseitigung) zwischenzeitlich so erfolgreich gelungen, dass fast alle Einzelflächen wieder bewirtschaftet werden. Dazu trug neben entsprechenden Presseberichten und den Beiträgen in den Info-Heften zur Dorferneuerung auch eine entsprechende attraktive Infotafel bei den „Weiberlennern“ bei, die bei Spaziergängern und bei Aktionstagen der Projektgruppe große Aufmerksamkeit findet – z.B. bei den Oberjosbacher Gartentagen mit Pflanzenbörse (Info-Hefte 1/2011, Seite 13, 1/2012, Seite 23 und 1/2013, Seiten 17 und 18).

 

Der Eingang zu den "Weiberlennern" im April 2014 mit neu gepflanzten Spalierbäumen

Aktuell plant die Projektgruppe auch noch eine Wasserschöpfstelle für die Gärtner auf den „Weiberlennern“ einzurichten. Das würde die Gartenarbeit sehr erleichtern und bereichern.

 Das schöne Projekt trägt auch dem sich seit einiger Zeit abzeichnenden Bewusstseinswandel hin zur gesunden Ernährung – vorzugsweise durch selbst angebaute Nahrungsmittel – Rechnung und trägt so auch zum Erhalt der Kulturlandschaft bei. Dazu ist es ein Projekt des bürgerschaftlichen Miteinanders und gesunder Gartenarbeit an frischer Luft. Alles das im Sinne des Dorferneuerungs-Gedankens.